Kategorie-Archiv: Ordnungsliebe

Kofferpacken für Reisen mit kleinen Kindern

Kofferpacken für Reisen mit kleinen Kindern

Unsere Kreuzfahrt mit der AIDAsol stellte mich vor eine Herausforderung, was den Platz in der Kabine für uns vier Personen anbelangte. Ich ging davon aus, dass ich keine sonderlich großen Kleiderschränke vorfinden würde, und wollte für eine optimale Nutzung des Platzes ein Outfit-System in Zip-Beuteln ausprobieren.

Zunächst einmal ließ ich jedes der Mädchen Unterwäsche und Strümpfe für die Reisezeit in einen Wäschekorb abzählen. Dann packten sie einen Schlafanzug dazu, und auch ihre Haarspangendosen wurden aus dem Badezimmer geholt. Im Anschluss daran schauten wir gemeinsam in den Kleiderschrank. Was sollte in den Koffer gepackt werden? Welches Lieblingskleid sollte mit, und welche T-Shirts mussten für den Kids Club eingepackt werden?

Im nächsten Schritt tüteten wir je einen Satz Unterwäsche in Zip-Beutel und sortierten nun jeweils ein Outfit für jeden Tag inklusive Strümpfen und Haarspangen dazu. Zip-Verschluss zu und in den Koffer legen – schon waren wir fertig. Kinderleicht können so bereits Kleinkinder helfen, „ihren“ Koffer zu packen, und selbst wenn sie alles im Anschluss aus- und wieder einräumen, können sie doch kein großes Chaos mehr anrichten. Außerdem packte ich noch einige Leggings, festliche Kleider und Schwimmsachen in einen größeren Zip-Beutel.

Kofferpacken für Reisen mit kleinen Kindern

In den Koffer legte ich zunächst die Schuhe – auch in Zip-Beuteln – dann den größeren Beutel und zum Schluss die Outfit-Beutel ganz obenauf. Ich hatte noch nie so wenig Kleidung für die Kinder dabei, und auf diese Weise brauchte ich nicht unzählige unbenutzte Einzelteile wieder mit nach Hause zu schleppen.

Im Urlaub suchten sich die Mädchen dann jeden Morgen ein Outfit aus. Dieses legte ich ihnen noch im Zip-Beutel in ihre Koje und sie zogen sich dort auch an, was bei den beengten Platzverhältnissen in der Kabine ein segensreicher Einfall war.

Auch für Erwachsene kann ich diese Form des Kofferpackens wärmstens empfehlen. Ich hatte bislang immer viel zu viel Gepäck dabei. Für diese Reise hatte auch ich mir vorher Kleidung und Accessoires ausgesucht und das jeweilige Outfit aufgerollt in meinen Koffer gelegt. Vorher noch die Schuhe daruntergelegt, und so hatte ich das Gefühl, die Kleidung wurde viel sorgsamer transportiert als sonst.

Seid lieb gegrüßt!

Nina

Ordnung im Vorratsschrank

Ordnung im Vorratsschrank

Unsere „Speisekammer“ war mir schon sehr lange ein Dorn im Auge. Tüten, Packungen, Dosen und Gewürze fristeten hier ein Dasein im vollkommenen Chaos. Ähnlich wie bei den Gewürzen, über deren neue Aufbewahrungsgläser ich schon berichtet habe, kauften wir Vorräte oftmals doppelt und dreifach, da zum Beispiel die drei Dosen Mais in der hintersten Ecke links bereits in Vergessenheit geraten waren, bis wir sie brauchten. Zu Weihnachten hat mir Torsten nun einen selbstgebauten Einbauschrank für unsere Speisekammer geschenkt. Das war wahrhaftig mein größter Wunsch, und ich freue mich schon jetzt sehr auf die Umsetzung.

Aber ganz so lange wollte ich nicht mehr warten, und als ich mir Gedanken machte, wie ich den Schrank aufteilen wollte und welche Fächer eingebaut werden sollten, wurde mir schnell sehr klar, was ich außerdem noch dringend benötige, bevor der Schrank denn fertig gebaut ist: Vorratsgläser. Und diese bitte einheitlich, alle von einem Hersteller, in unterschiedlichen Größen, gut stapelbar und schön anzuschauen. Da ich mich mit dem Gedanken der Vorratshaltung in Plastik nicht so recht wohlfühlte, entschied ich mich für diese Gläser mit Bügelverschluss.

Ordnung im Vorratsschrank

Zunächst einmal machte ich mir allerdings Gedanken darüber, wie viele Gläser in welcher Größe ich eigentlich brauchen würde. Fündig wurde ich anschließend bei Amazon und habe mir meine Vorratsgläser so kinderleicht nach Hause schicken lassen.

Natürlich habe ich mit meiner Schätzung, wie viele Gläser ich brauchen würde, nicht hundertprozentig richtig gelegen. Ein paar Gläser habe ich mir auch als Reserve mitbestellt. Die Chalkboard-Aufkleber, die ich zunächst zur Beschriftung nutzte, kann ich euch im Alltagstest nicht empfehlen, da sie sich an den Rändern von den Gläsern ablösten und einfach nicht schön aussahen. Für die perfekte Beschriftung habe ich schon einige Ideen, aber diese zeige ich euch ein anderes Mal.

Bis dahin seid lieb gegrüßt!

Nina

Ordnung im Gewürzregal

Ordnung im Gewürzregal

In der Vergangenheit war in unseren Gewürzvorräten Chaos angesagt. Ein Korb auf unserem Vorratsregal beherbergte unzählige Dosen und Tüten – Gewürze, so weit das Auge reichte. Oft haben wir Gewürze sogar mehrfach eingekauft, da wir keinen Überblick mehr hatten, was in unserem Vorrat noch so alles parat lag. Das hat mich schon sehr lange gestört, und mein „Neujahrs-Ordnungsmach-Fieber“ hat auch vor unseren Gewürzen nicht haltgemacht. Aber schaut selbst, was ich gezaubert habe:

Ordnung im Gewürzregal

Ihr braucht hierfür lediglich:

  • leere Gläser mit Schraubverschlussdeckel (ich habe Marmeladengläser, Gewürzgurkengläser usw. gesammelt)
  • Tafellack zum Sprühen
  • einen sogenannten Chalkboard-Schreiber (ist auf dem Tafellack wie Kreide abwischbar, sodass der Lack neu beschriftet werden kann)

Ordnung im Gewürzregal

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Beim Beschriften muss man etwas üben, aber mit der Zeit geht es immer besser.

Nina

Der Ordnungsliebe-Tagesplaner

Trommelwirbel … Nun ist es endlich soweit! Die Zeit der tausend Listen – an den unmöglichsten Stellen verwahrt, verlegt, vergessen oder auch mitgewaschen – hat bei mir nun endlich ein Ende. Endlich habe ich sie, meine ganz besondere und persönliche Liste: den Ordnungsliebe-Tagesplaner.

„Wie funktioniert denn ein Tagesplan von Ordnungsliebe?“, werden sich nun einige von euch fragen. Kinderleicht – ich erklär’s euch:

Der Ordnungsliebe-Tagesplaner

  • Oben findet ihr die Wochentage, die ihr ab jetzt einfach einkringeln, durchstreichen oder anmalen könnt. Daneben kommt das tagesaktuelle Datum.
  • Unter „Heutige Ziele“ schreibe ich mir die Ziele auf, die ich mir für diesen Tag gesetzt habe. Diese könnten z. B. sein:
    – Fotos machen
    – vor 23 Uhr ins Bett gehen
    – oder auch Nägel lackieren, denn wenn ich mir das nicht einplane, komme ich im Tagesverlauf meistens nicht dazu.
  • Daneben findet ihr die „täglichen Arbeiten“, die man immer gern vergisst. Bei mir steht dort dauerhaft: Pinterest, Blogs lesen, Tagestexte schreiben.
  • To-do: Hier schreibe ich mir auf, was ich an diesem Tag arbeiten möchte oder was unbedingt fertig werden muss. Zum Beispiel Texte für das nächste Butterzart-Magazin schreiben. Fragen für Interviewpartner formulieren.
  • Termine – davon habe ich ja eher weniger. Aber auch die Termine der Kinder trage ich mir hier gern ein.
  • Sport – Ich muss gestehen, diese Spalte enthält leider noch gähnende Leere.
  • Das Symbol mit den drei Flaschen Wasser für das ausreichende Trinken erklärt sich von selbst, oder?
  • Bei den Mahlzeiten wird mein Wochenmenüplan eingetragen – also was an diesem Tag bei den Pohls auf den Tisch kommt.
  • Einkaufen gehen wir jede Woche Samstag, dann kaufen wir für die ganze Woche ein. Allerdings gibt es immer wieder Lebensmittel, zum Beispiel Fleisch oder Fisch, die frisch eingekauft werden müssen. Auch Brot, Milch, Schulhefte, Tesafilm – alles, was im Alltag benötigt wird oder uns ausgeht, schreibe ich in die Spalte „Einkaufen“.
  • Aufräumen und Putzen: Erklärt sich auch von selbst, oder?
  • Sonstiges: Hier schreibe ich mir auf, was ich erledigen möchte und in keine andere Spalte passt.

Wie organisiere ich mir meine Tagespläne? Mit der Grobplanung für die neue Woche beginne ich am Freitagabend. „Warum denn am Freitag?“, werdet ihr euch fragen. Freitags habe ich meinen Bürotag, meine Kinder sind alle außer Haus, und das meistens auch über Nacht. An diesem Abend schließe ich meine Arbeitswoche ab und plane die kommende Woche. Außerdem habe ich mit Torsten ein kleines Arbeitstreffen, bei dem wir uns von unseren Projekten erzählen, aber auch Haus und Hof für die kommende Woche organisieren. Das findet meist ganz zwanglos in einem Restaurant statt, bevor wir ins Kino gehen oder nachdem wir bummeln waren. Die Tagesplanung für den jeweils kommenden Tag vervollständige ich dann immer abends bevor ich ins Bett gehe.

Aber über diesen schönen Tagesplan möchte ich mich nicht nur allein freuen. Ich teile ihn sehr gern auch mit euch. Bitte teilt diesen Post auch in eurem Blog, auf Facebook oder Twitter.

Download: Der Ordnungsliebe-Tagesplaner

Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir beschreiben würdet, wie ihr den Ordnungsliebe-Tagesplaner einsetzt!

Verzückte Grüße,

Nina

Frühjahrsputz mit Ordnungsliebe

Nun ist das Frühjahr zwar schon fast vorbei, aber heute habe ich einen besonderen Aufräumtag erlebt. Ich habe das Ausmisten mit einem Fünf-Punkte-Plan begonnen:

  1. Entscheide, wie viele Tüten, Kisten, Körbe du beim Ausmisten füllen willst.
  2. Höre nicht auf zu entrümpeln, bis du die Kisten, Körbe, Säcke deiner Wahl gefüllt hast.
  3. Lass dir nicht viel Zeit damit, zu überlegen, was du behältst und was nicht: Die Kiste im Keller, die du seit deinem Umzug vor fünf Jahren nicht mehr geöffnet hast – weg damit. Deine Jeans, die dir vor der ersten Schwangerschaft schon fast zu klein war – weg damit!
  4. Die unaufgeräumte Küche stört dich gerade sehr? Beginne dort. Dein Kleiderschrank droht dir mit all seinem Inhalt entgegen zu kippen? Dann ist deine Arbeit hier wohl als Nächstes gefragt. Erfolgreiches Ausmisten wird dich motivieren, noch mehr Stellen in deinem Haushalt auszumisten.
    – Wegwerfen
    – Behalten
    – Verschenken
    – Verkaufen
    Nach diesen vier Kategorien solltest du beim Ausmisten vorgehen. Was weg kann, kommt sofort in den Müll. Was du doch behalten willst, wird sorgfältig aufgeräumt, was du verschenken möchtest, wird in einen Korb oder eine Tüte gepackt, oder falls es jemand bekommen soll, der weiter weg wohnt, evtl. auch als Paket verschickt. Was du verkaufen möchtest, räumst du an den Ort, an dem du deine Artikel für den Verkauf aufbewahrst.
  5. Verwende, was schon vorhanden ist, und reorganisiere deinen Haushalt. Entsorge nicht den Korb, in dem du Zeitschriften aufbewahren oder Besteck sortieren kannst, um dann einen neuen Korb kaufen zu müssen. Eine umsichtige und weitsichtige Planung und manchmal auch Aufbewahren oder umgestalten spart jede Menge Geld.

Ich hoffe, diese kleine Anleitung ist hilfreich für euch. Wie entrümpelt ihr euren Hausstand?

Nina

Tipps für das Arbeiten im Home Office – Teil 2

Heute möchte ich euch nun mit weiteren Tipps rund um das Thema „Arbeiten zu Hause“ beglücken. (Den ersten Teil meiner Tipps für das Arbeiten im Home Office könnt ihr hier lesen.)

  1. An einem Tag in der Woche sollte euer Haushalt perfekt sein. Alles ist aufgeräumt, nichts steht mehr herum und keine gefühlten 2.000.000 Legosteine versperren den unfallfreien Gang durch euer Wohnzimmer. Die Wäsche ist gefaltet, gebügelt und im Schrank verstaut. Genieße diesen einen Tag in der Woche, du kannst von dem Gefühl der Reinheit und Frische noch einige Tage zehren.
  2. Egal ob du, dein Mann, eure Haushaltshilfe, eure liebe Omi, euer Au-pair oder wer auch immer in eurem Haushalt bügelt: Gewöhnt euch an, keine Bügelwäscheberge anwachsen zu lassen, die – ich zitiere meine Freundin Carlotta – „so hoch wie die Alpen“ sind. An einem Tag in der Woche wird tagsüber gewaschen und am Nachmittag gebügelt. Keine Ausreden!
  3. Das Wochenende gehört der Familie. So manche Servicestelle, Organisation oder Firma ist an 7 Tagen die Woche rund um die Uhr erreichbar – du nicht! Das Wochenende gehört dir und deiner Familie. Genieße es!
  4. Das Wochenende ist Ausruh- und Regenerationszeit. Es darf nicht in Freizeitstress ersticken. Ein bis zwei Verabredungen und Termine sind mehr als genug. Am allerbesten sind die Wochenenden ohne Verpflichtungen, dafür mit kleinen Aktivitäten, Spaziergängen, einem langen Frühstück oder was ihr sonst so liebt.
  5. Abends, wenn die Kinder ins Bett gehen, ist eine ganz besondere Zeit. Ich lege mich dann gern zu meinen kleinen Mädels und lasse mir erzählen. Auch mein großer Sohn genießt es, abends noch einmal zu mir zu kommen und mir von seinen Erlebnissen, Interessen und Ideen zu erzählen.
  6. Eins-zu-eins-Zeit mit deinen Kindern. Genießt einmal in der Woche – oder einmal im Monat – einen besonderen Ausflug miteinander, nur zu zweit. Mit meinem großen Sohn gehe ich oft ins Kino, mit meinen Töchtern jeweils allein ins Schwimmbad, ins Café oder in den großen Spielzeugladen. Genießt diese besondere Zeit zusammen. Es muss kein aufwändiger Ausflug sein. Auch ein Spaziergang oder ein Spielplatzbesuch können toll sein für euch zwei!
  7. Vorlesen, vorlesen, vorlesen, vorlesen, vorlesen, vorlesen … Ich könnte es hundert oder tausend Mal aufschreiben. Lies deinen Kindern vor, so lange sie klein sind, versuche schon ganz früh herauszufinden, wofür sie sich interessieren – ob sie zum Beispiel ein Instrument lernen wollen. Meine kleinen Mädels tanzen mit drei und vier Jahren schon voller Leidenschaft Ballett. Es ist wichtig, für ein Thema, ein Hobby, eine Passion zu „glühen“. Zeige ihnen die Möglichkeiten dieser Welt.
  8. Sei ein Gourmet – ermögliche deinen Kindern vielfältige Geschmackserlebnisse. Gemeinsames Kochen und Essen macht schon den Kleinen Spaß. Und wenn du ein schlechtes Gewissen hast, weil du an einem Tag wenig Zeit für deine Kinder gehabt hast, verbinde das Unvermeidliche mit dem Schönen.
  9. Auch wenn du zu Hause arbeitest, gammle nicht den ganzen Tag im Schlafanzug zu Hause herum. Zieh dich an, mach dich chic – für dich und deine Familie oder eure Postbotin. Es hilft dir in deiner Produktivität und verhilft dir zu mehr Normalität.
  10. Auch wenn man meint, Kinder, die älter als zehn Jahre sind, könnten ihre Schultasche selber vorbereiten – das ist wirklich ein weit verbreiteter Irrtum. Bereite das Frühstück für den nächsten Tag schon am Vorabend zu. Kleidung und alles, was mitgenommen werden muss, wird ebenfalls bereits am Abend rausgelegt. Kontrolliere deine Kinder, die das schon (teilweise) allein erledigen. Unser Au-pair darf die Kinder morgens erst in die Küche gehen lassen, wenn sie fertig angezogen, gewaschen und gekämmt sind.
  11. Versuche, die Kinder immer zur gleichen Zeit ins Bett zu bringen, und zeige ihnen, wie es geht, auch dort zu bleiben. Vor ein paar Monaten saßen unser Au-pair und wir abwechselnd lesend vor der Kinderzimmertür, um die Kinder wieder ins Bett zurückzuschicken. Das Problem erledigte sich ganz schnell von allein, und die zwei Mädels, die sich ein Kinderzimmer teilen, schliefen ganz wunderbar und alleine ein. Danach hast du Zeit für dich, zum Beispiel um ein Buch zu lesen. Ich räume abends das Haus auf, bereite das Frühstück für den kommenden Tag vor, verlebe Zeit mit meinem Mann oder schaue einen Film und lade meine Batterie für den nächsten Tag auf.

Natürlich gibt es in jeder Familie mit Kindern Verhaltensweisen oder Rituale, von denen andere denken: „So etwas gäbe es bei uns nicht.“ Selbst wenn dir meine Beispiele lächerlich, schwer umsetzbar oder komisch vorkommen, versuche die Regeln und Probleme zu erkennen, die für deine Familie zutreffen. Falls der Turm der Aufgaben schier unüberwindbar erscheint, beginne mit einer kleinen Veränderung. Wichtig ist immer: Planung, Planung und nochmal Planung. Kombiniert mit Geduld und Routine, die sich nach und nach einstellt. Es lohnt sich! Wirklich.

Und ich werde nun meine Batterie für morgen aufladen gehen. Ich schalte den Computer aus, gehe ins Bett und lese.

Liebe Grüße,

Nina

10 Tipps für ein besseres Arbeiten im Homeoffice für eine Mama

Mit Ende dreißig bin ich nun an einem Punkt angekommen, an dem ich mich früher nie gesehen habe. Als ich jung war, habe ich mir einen Beruf gesucht, bei dem ich nicht am Schreibtisch sitzen musste. Außerdem habe ich darauf geachtet, etwas zu tun, was ich mir zutraute. Meine Wahl fiel zunächst auf eine Ausbildung zur staatlich anerkannte Erzieherin. Ich liebe es, mit Menschen zusammen zu sein. Mit Kindern zu leben, ihnen die Welt zu zeigen, ihnen dabei zu helfen, diese zu entdecken und sich zu mündigen und demokratisch denkenden und fühlenden Menschen zu entwickeln, war jahrelang meine Passion und machte mich glücklich. Da ich nach der elften Klasse die Schule geschmissen hatte, war ich natürlich sehr froh darüber, im Zuge meiner Ausbildung die Fachhochschulreife gratis und frei Haus inklusive zu bekommen. Mit Ende zwanzig, als ich zwar nicht genug von den Kindern hatte, mich jedoch langsam aber sicher nach einer Veränderung in meinem Leben sehnte, lebte ich als alleinerziehende Mutter mit einer Ganztagsstelle und einem Dreijährigen alleine. Die Jahre als alleinerziehende Mutter waren hart und mit Sicherheit die schwierigsten meines Lebens. Neben der Tatsache, dass viele Männer jenseits der Dreißig offenbar denken, eine alleinerziehende Frau könne dankbar sein, wenn sie überhaupt noch einen Typen findet, der nicht nach dem dritten Mal Sex wieder verschwindet, war mein Leben als Erzieherin in einer Führungsposition geradezu lächerlich schlecht bezahlt. Wegen der unzähligen Abendtermine und Sitzungen gingen jeden Monat auch noch einige Hunderter an diverse Babysitter über meinen Wohnzimmertisch, und es wurmte mich sehr, diesen Jungs und Mädels für Fernsehen plus Cola und Chips fast mehr in der Stunde zu zahlen, als ich selbst verdiente.

Als ich Torsten kennenlernte, war uns beiden schnell klar, dass wir eine Wohnung oder ein Haus kaufen wollen, und so landeten wir ganz unverhofft im Odenwald. Auch ein gemeinsames Kind wollten wir bekommen, und so bin ich schließlich, nachdem ich etwa ein Jahr lang jeden Tag 150 Kilometer zu meiner alten Arbeitsstelle gegurkt bin, als frischgebackene Babymama zu Hause geblieben.

Der Rest ist schnell erzählt: Mir war klar, dass ich auch weiterhin arbeiten wollte, aber nicht mehr in meinem alten Job. Ein Studium kam nicht infrage, da ich nicht gewusst hätte, was ich überhaupt studieren soll. Torsten sprach immer wieder davon, dass er gern etwas verkaufen wollte – und da ich mich sehr für Mode und ganz besonders für exklusive Kindermode interessierte, war die Idee zu Butterzart, der exklusiven Boutique für Kindermode, geboren. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung unseres Onlinestores bezogen wir größere Räumlichkeiten, und genau zwei Monate später wurde meine zweite Tochter und somit mein drittes Kind geboren.

Ich weiß nicht, wie ich die ersten Monate und Jahre mit Kindern, Haushalt und Arbeit geschafft habe. Es ging einfach immer irgendwie. Aber eins steht fest: Ich bin dabei mit Sicherheit am meisten auf der Strecke geblieben, auch wenn ich das in dieser Zeit nicht so empfunden habe. Meine Eltern und Schwiegereltern haben uns so gut es ging unterstützt. Torsten hat neben seiner eigentlichen Arbeit nächtelang an der Technik unseres Onlineshops geschuftet und aus dieser Zeit (er möge es mir verzeihen) ein paar graue Haare übrigbehalten. Es war wie ein Sog, und auch wenn ich knapp zweieinhalb Jahre lang nicht beim Frauenarzt gewesen bin und auch der Frisör mich nur einmal im Jahr zu Gesicht bekam, war ich nicht unglücklich mit meinem Leben. Wie maßlos und unendlich erschöpft ich war und immer noch bin, fiel mir erst auf, als der Onlineshop schon längst geschlossen war und ich anfing (oder besser anzufangen versuchte), zu Hause zu arbeiten.

Ich musste einiges an Lehrgeld zahlen und fand meinen Start als Autorin geradezu abenteuerlich und schrecklich. Mein Frust wuchs stündlich an, und darunter mussten meine Familienmitglieder leiden. Für alle unter euch, die mit dem Gedanken spielen, in Zukunft zu Hause zu arbeiten, oder es schon tun und dabei unglücklich oder frustriert sind, habe ich meine heutigen 10 Tipps aufgeschrieben, die euch vielleicht ein wenig weiterhelfen können.

  1. Schaffe dir eine ungestörte Arbeitsatmosphäre. Ein Arbeitsplatz, der nur DIR gehört – und falls du arbeitest, während deine Familienmitglieder oder jüngere Kinder zu Hause sind, auch ein Ort, an dem du die Tür hinter dir zumachen kannst.
  2. Die Arbeit ist nicht dein Leben, sondern nur ein Teil davon. Auch ein Mensch mit Homeoffice hat ein Anrecht auf Arbeitszeiten.
  3. Wenn du arbeitest, arbeitest du. Wenn deine Kinder zu Hause sind und deine Arbeitszeit um ist, verbringe fröhliche Stunden mit deinen Kindern und GENIESSE diese!
  4. Gib die Idee auf, alles allein zu schaffen. Das musst du nicht, und das kannst du nicht. Du kannst nicht alle Schnupfennasen abputzen, deine Firma aufbauen, das Haus wienern und gleichzeitig neben der perfekten jahreszeitlichen Deko täglich ein Fünf-Gänge-Menü zaubern. Vergiss es einfach jetzt und sofort. Hol dir Hilfe, die dich bei den alltäglichen Haushaltsaufgaben unterstützt oder dir etwas von dem abnimmt, was du neben deinem Job nicht schaffst. Am wichtigsten sind deine Familie und du selbst. Vergiss das nicht.
  5. Organisiere eine Kinderbetreuung, die dir und deinen Arbeitszeiten entspricht. Neben der Arbeit brauchst du auch Zeit für dich selbst. Nimm sie dir und plane sie mit in dein Arbeitspensum ein.
  6. So lange die Kinder unterwegs und betreut sind, lasse das Telefon und den Computer eingeschaltet, sofern es dich nicht in Arbeitsabläufen behindert. Sobald sie nach Hause kommen, schalte den Computer auf Stand-by und das Telefon auf die Anrufbeantworterfunktion. Du und vor allem deine Kinder, ihr habt deine volle Aufmerksamkeit verdient.
  7. Die Erziehung nicht vergessen! Auch wenn du viel und noch mehr zu tun hast und die Kinder wild und wilder sind – jetzt ist der Zeitpunkt, sie zu erziehen. Es ist deine allerwichtigste Aufgabe, und kein Erfolg im Beruf kann so wertvoll sein, wie die kleinen Damen und Herren zu glücklichen, verantwortungsbewussten, sozialen, loyalen, organisierten und an Geist und Körper gesunden Menschen zu erziehen oder sie zumindest dabei zu begleiten.
  8. Plane euren Speiseplan. Wenn die Zeit knapp ist und das Budget es erlaubt, plant zwei bis drei Abende in der Woche ein, an denen Essen bestellt wird. Wir genießen solche Pizza- oder Döner-Abende immer sehr. Keiner steht in der Küche, und alle Aufmerksamkeit gilt der Familie am Tisch.
  9. Wann ist euer Paar-Tag? Neben deinen unzähligen Jobs als Köchin, Chauffeurin, Gärtnerin, ambitionierte Windelwechslerin, Haushälterin, Erzieherin, Fotografin, Menüplanerin und Businessfrau bist du noch Ehefrau, Partnerin, Geliebte? An welchem Tag in der Woche „datest“ du deinen Mann? Seit wir ein Au-pair haben, „daten“ wir uns sogar zwei bis drei Mal in der Woche. Ich muss euch sagen, es ist fantastisch! Es gibt nichts Besseres, als einen Abend lang die Kinder und den Alltag hinter sich zu lassen, und das mit dem Partner, der euch vervollständigt. Gönnt es euch!
  10. Schöne gemeinsame Ausflüge bescheren euch wundervolle Ideen und noch wundervollere Familienerinnerungen. Diese sind wichtig und toll, deshalb solltet ihr unbedingt und regelmäßig mehr davon erleben und Zeit darin intensivieren. Was aber in meinen Augen gern und immer wieder vergessen wird, ist, euren Kindern so oft es geht und irgendwie passt zu sagen: Ihr seid die wichtigsten Menschen auf dieser Welt, und ich bin die reichste Frau auf dieser Erde, weil ich EUCH habe.

Wenn das kein schönes Schlusswort war. Freut euch jetzt schon auf den zweiten Teil meiner Tipps für die Mama (fast) allein im Home Office!

Alles Liebe,

Nina

Tipps und Tricks zum Führen des Haushalts

Regeln und immer wiederkehrende Abläufe

Seit ich soziale Einrichtungen geleitet habe, gehören Regeln und Alltagsroutinen zu meinem Leben. Diese Regeln und festen Abläufe im Alltag geben mir Sicherheit. Wenn ich meine alltäglichen Arbeiten erledigt habe, bleibt mir Zeit für zusätzliche Aufgaben, Ideen, Freizeit und meine Kinder. Ich bemühe mich, alle anfallenden Haushaltstätigkeiten sowie das Aufräumen morgens zu erledigen, da ich dann meist am schnellsten vorwärts komme. Leider bin ich keine Frühaufsteherin. Ich fände es toll, mein Tagwerk morgens zu erledigen, wenn noch alles still ist. Leider ist mir das nicht gegeben. Deshalb habe ich mir angewöhnt, das Haus vor dem Schlafengehen fertig aufzuräumen und danach zu baden oder zu duschen. Frisch eingecremt gehe ich dann ins Bett.

Habt ihr auch einen Plan parat?

Von Natur aus bin ich kein sehr organisierter und strukturierter Mensch. Strukturen und Regeln, einen geordneten Ablauf und einen sortierten Haushalt musste ich mir erst mühevoll erarbeiten. Bei meiner Arbeit musste (oder durfte) ich schnell lernen, dass eine gute Planung bereits die halbe Miete ist, um eine Aufgabe zu erledigen, denn dadurch kann ich besser und realistischer abschätzen, wie viel Zeit ich für die Erledigung einer Aufgabe benötige.

Auch hilft es mir sehr, meine Projekte und Ideen zu strukturieren und zu Papier zu bringen. So geht nichts verloren, und keine Aufgabe wird vergessen, auch wenn gerade keine Zeit für deren Erledigung vorhanden ist.

Auch sogenannte Extrazeit versuche ich einzuplanen. Diese freie Zeit nutze ich gern, um spontane Telefonate mit Freunden oder Verwandten zu führen oder meinen Mädels auf dem Sofa ein Buch vorzulesen – falls die Aufgaben schneller erledigt sind als erwartet. (Leider liege ich mit meiner Zeitplanung oftmals nicht richtig, und die Extrazeit fließt dann doch in die Erledigung der Aufgaben.)

Zuerst ändere deine Gewohnheiten

Ein großer Teil meiner Produktivität war durch meine (schlechten) Gewohnheiten beeinträchtigt. Manches war ganz leicht zu verändern und dank guter Planung ruckzuck abgehakt. Ein schwierigeres Thema war das Internet. Ich liebe es, im Internet zu surfen, und kann ganze Abende im Netz verträumen, ohne etwas Produktives getan zu haben. Leicht ist es mir nicht gefallen, aber ich versuche inzwischen, den Computer abends spätestens um 22 Uhr auszuschalten und mir dafür jeden Tag eine Stunde Blog-Recherche zu gönnen. Ich habe viele Blogs abonniert und lese diese auch zu meiner eigenen Inspiration.

Für mich ist es vollkommen egal, welches Medium mich gerade fesselt. Früher waren es oft Bücher, die ich erst wieder aus der Hand legen konnte, wenn ich sie durchgelesen hatte. Der Schlüssel zum Erfolg ist, sich Selbstdisziplin anzueignen, denn stundenlanges Surfen ohne Sinn und Zweck hat nun wirklich keine hohe Priorität im Leben.

Die eigene Einstellung ist wichtig

  • Ich habe gelernt, dass meine Einstellung den Erfolg meines Tagwerkes bestimmen kann – in positiver wie in negativer Hinsicht.
  • Ich habe gelernt, dass die wirklich wichtigen Dinge auch Zeit finden, um erledigt zu werden.
  • Ich habe gelernt, eine To-do-Liste zu führen, damit ich weiß, dass ich nichts Wichtiges vergessen kann. Und manch ein Punkt erübrigt sich nach ein paar Wochen sogar von selbst.
  • Ich habe gelernt, meinen Tag auch umgestalten zu können. Wenn ich abends zu müde bin, um das Haus für den nächsten Tag fertig aufzuräumen, mache ich es am nächsten Morgen gleich als Erstes.
  • Ich habe gelernt, dass ein Waschtag pro Woche reicht. Denn bei sechs Personen könnte man täglich waschen und wird das Gefühl, in dreckiger Wäsche zu wühlen, dennoch nie los.
  • Ich habe gelernt, unserem Au-pair für jeden Tag, jede Woche und jeden Monat Listen zu schreiben und auch nicht die Urlaubstage zu vergessen, an denen sie arbeitet.
  • Ich habe gelernt, Dinge sofort aufzuräumen und an ihren Platz zu bringen. Alles, was keinen eigenen Platz hat, gehört nicht in unseren Haushalt oder muss organisiert werden.
  • Ich habe gelernt, die Kinder immer zum sofortigen Aufräumen des Spielzeugs anzuhalten. Was nicht gerade eine besonders liebevoll aufgebaute Playmobil-Landschaft ist, muss spätestens am Tagesende weggeräumt werden.
  • Ich habe gelernt, dass Planung und Organisation sehr wichtig sind, um in einem Sechs-Personen-Haushalt zu „überleben“ – aber auch, dass eine unrealistische Planung und zu viele Aufgaben an einem Tag unglücklich und unzufrieden machen.

Die ersten 30 Minten des Tages

Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, in den ersten 30 Minuten meines Arbeitstags produktiv zu sein. Das ist ein wesentlicher Faktor für den weiteren Erfolg des Tages.

Die To-do-Liste

Ich schreibe ständig an meinen To-do-Listen. Hierbei habe ich eine Liste mit den alltäglichen Dingen des Haushaltswahnsinns, deren Erledigung nicht unbedingt Freude bereitet. Daneben habe ich noch eine Liste mit Highlight-Aufgaben.

Wenn ich mal einen ganz schlechten Tag habe, versuche ich mich zu motivieren, indem ich die Aufgaben von der Highlight-Liste angehe und mich dadurch selbst belohne und verwöhne. Denn jeder noch so kleine Schritt ist besser als der Stillstand.

Und wie bekommt ihr eure Arbeiten organisiert?

Nina

Speiseplan – Planung für unsere Familie

Vorbereitung für die Woche

Normalerweise planen wir die kommende Woche immer am Freitagabend. Die Kinder sind an diesem Tag bei Oma und Opa, und der Freitag ist mein Haushalts- und Organisationstag. An diesem starte ich die Wochenplanung, sehe nach, ob auf der Wunschliste etwas notiert wurde, und überlege, was uns in der kommenden Woche schmecken könnte. Wir planen Mittag- und Abendessen für jede Woche. Dadurch haben wir weniger Stress und sparen viel Geld, da spontane Pizzabestellungen oder Döner-Abendessen einfach entfallen. So haben wir die Möglichkeit, rechtzeitig Lebensmittel aus dem Tiefkühler zu holen und diese über Nacht auftauen zu lassen. Wenn Torsten abends nach Hause kommt, überfällt uns nie mehr die Frage aller Fragen: Was gibt es denn heute zum Abendessen?

Ein paar Kröten sparen?

So lässt sich nebenbei auch noch Geld sparen: Wir haben in der Woche davor genug Zeit, Angebotsblätter zu durchstöbern und den Menüplan für die kommende Woche auch im Hinblick auf Sonderangebote auszuwählen, die ja samstags noch im Angebot erhältlich sind. Außerdem erstelle ich einen Plan für den Supermarkt, Discounter und den Getränkemarkt. Außerdem kaufen wir nur die Lebensmittel ein, die wir auch benötigen. Nur sehr selten müssen wir noch etwas wegschmeißen, und ein letzter positiver Nebeneffekt: Wenn wir frisch gestärkt vom Samstagsfrühstück einkaufen gehen, entfällt die Problematik, dass man hungrig durch den Supermarkt marschiert und dabei allerlei unnützes Zeug kauft.

Zeitmanagement

Bei unserer Wochenplanung ist es wichtig, die Familientermine im Auge zu behalten. An den Tagen, an denen die Kinder nachmittags Termine haben oder ein Arztbesuch ansteht, gibt es schnelle und einfache Gerichte. Am Wochenende, wenn Familienzeit ist, wird aufwändig gekocht. Unverhofft kommt oft: Unvorhergesehener Besuch, Verabredungen oder Termine gibt es immer wieder. Hierfür muss man am besten einen Masterplan im Gepäck haben. Zutaten für ein Pastagericht und Salat sind bei uns immer vorhanden, so kann uns fast nichts mehr unverhofft überraschen.

Lieblingssachen

Jede Familie hat sie: Lieblingsspeisen, Snacks und Vorräte, die man immer und ständig auf Lager hat. Wenn auch nicht täglich, werden sie doch sehr häufig gegessen, deshalb sind sie bei uns immer im Vorrat und werden auch sofort nachgekauft, wenn sie aufgebraucht sind. Auch Vorräte für kleine Snacks unterwegs, auf Reisen oder bei Ausflügen haben wir bereits fertig portioniert im Vorrat und immer griffbereit zum Einpacken und Mitnehmen.

Ist bei euch die ganze Familie involviert?

An der Entscheidung über den Essensplan sind bei uns alle Familienmitglieder beteiligt. Ich frage die Kinder jede Woche, was sie gern essen möchten. Die Hauptentscheidungsträger sind allerdings Torsten und ich. Auch unser Au-pair ist immer sehr begeistert dabei, Kochbücher zu wälzen und Ideen zu entwickeln, was wir kochen können.

Wie kommen wir zu unseren Menüplänen?

Wir kochen immer eine Mischung aus:

  • Lieblingsrezepten der Familie. Klassiker, die alle gern mögen und die wir ohne Kochbuch und Anleitung blind kochen können.
  • Inspirationen aus den Sonderangeboten und damit verbundener Rezeptsuche.
  • Mindestens einmal wöchentlich probieren wir ein Rezept aus unserer Rezeptbuchsammlung aus.

Einkaufsliste

Wir benutzen eine detaillierte Einkaufsliste, die perfekt auf die Bedürfnisse unserer Familie abgestimmt und dabei sehr übersichtlich ist.

Wir kommen mit diesem System sehr gut zurecht. Dies wird mir immer dann bewusst, wenn wir im Urlaub durch einen fremden Supermarkt laufen – ohne festen Plan und ohne eine Idee, was wir kochen wollen.

Gerne beantworte ich eure Fragen zum Thema Menüplanung.

Liebe Grüße,

Nina

15 Minuten Putzen am Tag

„Das bisschen Haushalt …“, sang die liebe Johanna von Koczian bereits in meiner Kindheit aus voller Brust. Schon meine ersten Erinnerungen an Hausarbeit sind fest verknüpft mit dem lustlosen Gesichtsausdruck meiner Mutter, die viel lieber auf dem Sofa saß und strickte oder mir Bücher vorlas, anstatt zu putzen. Viele Jahre später dann, als ich selbst kleine Kinder hatte, stand ich vor einem echten Problem: Ich hatte keine Zeit, einmal wöchentlich zwei oder drei Stunden am Stück fürs Putzen aufzubringen. Und Lust dazu hatte ich nach meinem jahrelang gepflegten „Ich putze immer freitags, dann habe ich es hinter mir“-Ritual auch nicht mehr. Torsten ging morgens zwar spät aus dem Haus, aber morgens hatten wir es schön mit den Kindern und frühstückten gemütlich zusammen, da war nun wahrhaftig nicht die richtige Zeit zum Putzen. Nach kurzer Zeit sah es in unserem Haus allerdings wild aus, und auch aus dem Schlafanzug kam ich an manchen Tagen nicht mehr raus. Jeden Morgen zu einer festen – frühen – Uhrzeit aufzustehen, ist mir schon von jeher sehr schwergefallen. Ich wollte den Tag lieber ausgeschlafen beginnen, und so musste ich anfangen, unser Leben zu strukturieren und meinen Tag alleine mit zwei Kleinkindern und meiner Arbeit auf die Reihe zu bekommen. Nach dem Frühstück ging ich fortan sofort ins Bad und duschte (wobei ich die Kinder ab einem gewissen Alter mitunter ohne Wasser zum Spielen in die Wanne setzte, damit sie in den fünf Minuten, die ich mir für die Dusche gönnte, keinen Unfug anstellten). Danach räumte ich erfrischt die Küche auf, und gleich im Anschluss startete ich meine 15-Minuten-Tagesputzaktion.

Bitte nicht vergessen: Immer nur EIN Projekt anfangen

Hierfür ist eine wichtige Grundlage zu schaffen: Euer Haus oder die Wohnung muss vorher grundaufgeräumt und geputzt sein. Es darf nicht die letzten 12 Monate weder Wasser noch einen Staublappen gesehen haben – dann funktioniert mein Plan leider nicht. Wenn euch die Verzweiflung quält oder es gerade aussieht wie bei den Flodders: Lasst euch nicht entmutigen. Organisiert euch eine liebe, helfende Person für die Kinder oder zum Putzen, und nehmt euch zunächst jeden Wochentag einen anderen Raum in eurem Zuhause vor. Als ich mit meiner Putzplanung begann, musste ich lediglich eine Zweizimmerwohnung auf Vordermann bringen. Da hatte ich es natürlich leicht. Falls es euer Budget erlaubt, könnt ihr euch natürlich nach einer erfolgreichen Grundreinigung eine Putzperle gönnen und das Problem auf diese Weise lösen. Aber auch in diesem Fall ist es sehr wichtig, die Arbeiten selbst schon einmal gemacht zu haben. So kann man viel realistischer einschätzen, was eine Haushaltshilfe alles schaffen kann.
Der Wochenplan

Die 15 Minuten Putzen pro Tag beziehen sich ausschließlich auf die reine Putz-Zeit. Das Wohnzimmer vorher von Abertausenden von Legoteilen zu befreien oder die Fliesenwände beziehungsweise vertäfelte Holzdecken zu wienern, zählt hingegen nicht dazu. (Für solche Großprojekte benötigt man Monats-, Quartals-, Halbjahres- oder sogar Jahrespläne, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.) Auch die Größe eures Zuhauses ist natürlich ausschlaggebend dafür, ob aus 15 Minuten Staubsaugen nicht vielleicht auch 20-25 Minuten werden.

Eine mögliche Wochenplanung kann so aussehen:

  • Montag: Das gesamte Haus saugen, inklusive aller Zimmer, der Stoffbezüge auf den Sofas oder Sesseln, Bettumrandungen, etc. Dauert in unserem Haus ca. 25 Minuten.
  • Dienstag: Dienstag ist der Abstaubtag. Alle Möbelstücke und Fensterbänke werden abgestaubt. Besondere Möbelstücke zusätzlich mit Möbelpolitur behandeln. 15 Minuten.
  • Mittwoch: Gästebadezimmer putzen. Inkl. Spiegel, Ablage, Toilette und Dusche, Böden wischen. 15 Minuten.
  • Donnerstag: Familienbadezimmer putzen. Inkl. Spiegel, Ablage, Toilette, Badewanne und Dusche, Böden wischen. 15-20 Minuten.
  • Freitag: Küchenputztag. Fronten und Arbeitsplatte abwaschen, Boden wischen. 15-20 Minuten.
  • Wochenende: Irgendwelche kleinen Projekte oder einfach mal nichts!

Ihr seht – so viel ist das eigentlich gar nicht. Klar, für eine Grundreinigung bei der man mit einer alten Zahnbürsten alle Ecken schrubbt, reicht dieses Zeitfenster nicht aus, aber um euer Zuhause „alltags“-sauber zu halten, reicht es auf jeden Fall. Wenn ihr es gewohnt seid, täglich zu saugen: Gebt es auf, und zwar ganz schnell. Natürlich sind 15 Minuten am Tag nicht ausreichend, um euren kompletten Haushalt in Schuss zu halten, es ist lediglich ein Grundstock zur Organisation des Alltags, nicht mehr und nicht weniger. Ein wichtiger Faktor der Haushaltsinstandhaltung ist, täglich allen herumliegenden Kram wegzuräumen. Hierfür steht bei uns ein „Zurück“-Korb in jeder Etage. Versucht eure Kinder schon frühzeitig dazu zu erziehen, euch dabei zu helfen, alles, was aufgeräumt werden muss oder in ein anderes Stockwerk gehört, in diesen Korb zu räumen. Gewöhnt euch an, die Spielsachen aufzuräumen, bevor ihr das Haus verlasst, die Kinder zum Mittagsschlaf ins Bett gehen oder andere Spielsachen ausgewählt werden. Was am Anfang wie ein schier unüberwindbarer Berg an Stress und Selbstdisziplin aussieht, erleichtert euch das Leben in kürzester Zeit ungemein. Achtet auch darauf, alle Werbung, die in euer Haus flattert, sofort ins Altpapier zu entsorgen und die Post zum Weiterverarbeiten und Aufräumen in euer Posteingangsfach auf dem Schreibtisch zu räumen.

Und nun wünsche ich viel Energie zum Ausprobieren,

Nina

Seite 1 von 212